Elternarbeit

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Elternarbeit

Die Elternarbeit ist das “Herzstück” einer guten Kindertherapie. Im Rahmen der Krankenkassen findet nach jeder 4. Therapiestunde des Kindes eine begleitende Elternstunde statt. Diese dient der Information über die Inhalte der Kindertherapie sowie der aufrechterhaltenden Bedingungen für die Probleme des Kindes. Zusammen erarbeiten wir Lösungsvorschläge um Veränderungen zu ermöglichen.

Methoden:

  • Informationsvermittlung zur jeweiligen Problemstellung
  • Erweiterung der erzieherischen Kompetenzen
  • Individuelle verhaltenstherapeutische Bausteine angepasst an die jeweilige Familiensituation

Auf Wunsch:

Feeling-Seen – Elterninfo

Feeling-Seen – Die Gefühle und Bedürfnisse Ihres Kindes sehen und verstehen, um sie zu einem gelingenden Miteinander zu verbinden.

 

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

Sie sind auf der Suche nach Lösungsansätzen innerhalb Ihrer Familie? Sie interessieren sich für eine einfühlsame Methode im Bereich der Kinder- und Jugendtherapie? Und Sie möchten wissen, was hinter dem Begriff „Feeling-Seen” steckt?

Dann sind Sie hier genau richtig!

Feeling-Seen – „sich gesehen fühlen” – was bedeutet das?

 Auch wenn die Übersetzung von Feeling-Seen, „sich gesehen fühlen”, einfach klingt, erschließt sich die Bedeutung nicht sofort. Was genau ist also Feeling-Seen?
Durch die therapeutische und pädagogische Methode Feeling-Seen bekommen Kinder und Jugendliche das Gefühl vermittelt, in ihren Grundbedürfnissen gesehen und verstanden zu werden. So ermöglicht es Feeling-Seen, Auseinandersetzungen und Probleme von Kindern oder Jugendlichen in ihrem direkten Umfeld zu entdecken, aufzuarbeiten und zu lösen.

Was macht Feeling-Seen aus?

Bei der Feeling-Seen Methode geht es darum, die Gefühle, Gedanken und Motive des Kindes oder der*des Jugendlichen zu erfassen, um dadurch das Beziehungsgeschehen  zu verstehen. Auch die Perspektive der Eltern spielt hier eine Rolle.

Es ist für Feeling-Seen ausschlaggebend, dass das Kind oder der*die Jugendliche selbst zu Wort kommt. Auch wenn Ihnen als Elternteil die Reaktion Ihres Kindes zunächst „unlogisch” oder „unvernünftig” erscheint, gilt es, der Sichtweise des Kindes/der*des Jugendlichen Raum zu geben, um sie verstehen zu können. Dadurch verringert sich Angst, Wut und Trauer spürbar. Deshalb spielt das Dabeisein und Miterleben der Eltern bei Feeling-Seen eine zentrale Rolle.

Feeling-Seen-Therapeut*innen haben besonders intensiv geschulte Fähigkeiten, kleinste emotionale Regungen im Gesicht des Kindes oder der*des Jugendlichen während einer Erzählung zu erkennen. Benennt der*die Therapierende dieses „vorbei huschende“ Gefühl, fühlen sich die Kinder und Jugendlichen in den eigenen Bedürfnissen gesehen und verstanden. So entsteht eine besonders vertrauensvolle und intensive Atmosphäre, die es ermöglicht im Laufe der Therapie zu den tiefliegenden Problemen vorzudringen.

Wie funktioniert Feeling-Seen?

 

  • Gefühle benennen, Entspannung herbeiführen

 

  • Kind/Jugendlichen zum Erzählen ermutigen
  • Therapeut*in beobachtet Gefühlsregungen im Gesicht des Kindes/der*des Jugendlichen („Microtracking“)
  • Therapeut*in beachtet diese und zeigt Verständnis dafür
  • Kind/Jugendliche*r bejaht oder verneint vorgeschlagenes Gefühl

→ wenn nein: neuer Versuch des*der Therapeuten*in oder auf Benennung des Kindes/der*des Jugendlichen reagieren → gemeinsamen Suchprozess weiter fortsetzen, bis er vom Kind/der*dem Jugendlichen bestätigt wird

→ wenn ja: das Kind/der*die Jugendliche fühlt sich dann in seinem*ihrem emotionalen Erleben richtig gesehen und verstanden → Erleichterung, Entspannung, Motivation und Interesse für weitere Zusammenarbeit

  • Eine ideale Betreuungsperson erfinden, das Beziehungsverhalten verbessern

 

  • Kind/Jugendliche*r und Therapeut*in erfinden in der Phantasie jemanden, der*die es im Sinne des Kindes passend gemacht hätte  (dies nennen wir die ideale Betreuungsperson)
  • ideale Betreuungsperson bringt dem Kind/der*dem Jugendlichen mit dramaturgischen Mitteln (z. B. durch Rollenspielee) Verständnis entgegen und reagiert so, wie es sich das Kind/der*die Jugendliche wünscht/gewünscht hätte
  • braucht nicht unbedingt Realität, um neue Erfahrungen zu machen
  • Bedarf des Kindes/der*des Jugendlichen wird erkannt und befriedigt → diese Bindungserfahrung führt zur deutlichen Beruhigung
  • das Sicherheitserleben in Beziehungen wird gestärkt

  

  • Die Eltern einbeziehen, das Einfühlungsvermögen wichtig nehmen
  • Eltern haben es im Alltag selbst oft nicht leicht und können sich deshalb nicht voll und ganz auf die Motive und Gefühle ihres Kindes einlassen
  • Versuch, die Welt durch die Augen des Kindes zu sehen scheitert oft an den eigenen Interessen der Eltern → ein Konflikt entsteht
  • Eltern sind bei der Therapie anwesend und erleben Entspannungsmomente des Kindes/der*des Jugendlichen mit → Erleichterung, evtl. Trauer (das Kind vermisst etwas/ihm*ihr fehlt etwas) → Elterliche Empathie für das Kind, tiefe gemeinsame emotionale Erfahrung → Verständnis füreinander
  • das Kind fühlt sich von den eigenen Eltern verstanden → gefühlvolle Begegnung wieder möglich

 

Für wen ist Feeling-Seen die richtige Methode?

Eltern:

  • Suche nach einer einfühlsamen Kinder- und Jugendtherapie
  • Wunsch nach Spannungsreduktion innerhalb der Familie
  • Wunsch danach, wieder besseren emotionalen Kontakt zum Kind herzustellen
  • Erziehungsprobleme lösen
  • Eskalationen/Machtkämpfe/Stress/Streits zwischen Eltern und Kind verstehen und vermeiden
  • Begleitung des Kindes in seiner Entwicklung

 

Kinder:

  • Geschwisterstreits
  • Trennung der Eltern
  • Schulprobleme, Schulverweigerung oder Mobbing
  • Verhalten des Kindes: Wut, Rückzug, Angst, Depression, Trauer
  • Trauma
  • Störung des Sozialverhaltens, oppositionelles Trotzverhalten
  • Zwang
  • Depressive Entwicklungen und vieles mehr

 

Wer bietet Feeling-Seen an?

Eine Therapeut*innenliste finden Sie unter:

https://www.feeling-seen.de/

 

Feeling-Seen als Kassenleistung?

 

Feeling-Seen ist eine Methode, die innerhalb der jeweiligen Richtlinientherapie angewendet werden kann.

 

Was hat Feeling-Seen mit der Pesso-Therapie gemeinsam?

 

Der psychologische Psychotherapeut Michael Bachg hat Feeling-Seen aus der Pesso-Therapie entwickelt.

 

Elternarbeit allgemein: Inhalte

  • Wozu Elternarbeit
  • Was ist Erziehung
  • Grundbedürfnisse von Kindern
  • Form-Passform in der Selbstentwicklung
  • Positive Eigenschaften des Kindes
  • Problemeingrenzung
  • Loben lernen

 

  • Klare Anweisungen geben
  • Belohnungssysteme, Machtkämpfe vermeiden
  • Routinen, Rituale, Konsequenzen
  • De-eskalieren und Auszeitmethode
  • Vorausplanen – Vorausahnen
  • Positives – Das System der Konsequenzen
  • Motivation

 

  • Hausaufgaben, Lerntipps
  • Geschwister
  • Umgang mit Anderen

 

  • Eltern mit AD(H)S – Chance oder Risiko?